Rucksack in der Kita

Das Rucksack-Programm wird in Weinheim in der KiTa Kuhweid, der KiTa Bürgerpark und in
der evangelischen KiTa Pusteblume sowie bei Bedarf auch im Kindergarten Schatzinsel umgesetzt.
Ziele sind die Förderung der Muttersprache sowie der deutschen Sprache bei Kindern aus
Zuwandererfamilien im häuslichen Bereich sowie in der Kindertageseinrichtung und die
Entwicklung von Sprachförderkompetenz, interkultureller Kompetenz und einer Wertschätzungskultur bei
den Eltern und Fachkräften in der Einrichtung.
An den Kompetenzen der Eltern ansetzen, Wertschätzung der Stärken und
Ermutigung von Eltern mit Migrationshintergrund, partnerschaftliche
Kooperation auf gleicher Augenhöhe zwischen Kita und Elternhaus.
Entwicklung von Sprachförderkompetenz, interkultureller Kompetenz und
einer Wertschätzungskultur bei den Eltern und Fachkräften in den
Einrichtungen.
Pädagogische Grundlage ist eine Förderkonzeption mit entsprechenden
didaktischen Materialien der NRW-Hauptstelle der Regionalen
Arbeitsstellen für ausländische Kinder und Jugendliche (RAA). Die
konzeptionellen Eckwerte, nach denen das Weinheimer Pilotprogramm
ausgerichtet wurde, können darüber hinaus wie folgt zusammengefasst
werden:
- Sprachförderung findet zum einen in den
Kindertageseinrichtungen
selbst (möglichst täglich und durch eine Mitarbeiterin der
Einrichtung) statt.
- Zum anderen werden die Kinder parallel dazu im häuslichen
Bereich durch ihre Eltern (in der Weinheimer Praxis sind dies
die Mütter) sprachlich gefördert. Die Mütter behandeln dort mit
ihren Kindergartenkindern in ihrer Herkunftssprache dieselben Themen
wie die Rucksackgruppen am Vormittag in den Einrichtungen. Die
Sprachentwicklung des Kindes wird über die Pflege der
Mehrsprachigkeit, das Interesse am Thema und am kommunikativen,
sozialen Austausch mit anderen Kindern, mit den Erzieherinnen und
mit den Eltern angeregt. Die Eltern werden ermutigt, ihre eigenen
Kompetenzen effektiv für ihre Kinder einzusetzen.
- Die Mütter werden dafür zusammen mit den anderen Müttern
aus „ihren“ Einrichtungen inGruppen durch sog.
zweisprachige Mütterbegleiterinnen und mit Hilfe des didaktischen
Materials der RAA und weiterer von Integration Central entwickelter
Materialien vorbereitet. Sie erhalten damit nicht nur Einblick in
Methoden der Sprach- und Kommunikationsförderung, sondern auch in die
Themen und Inhalte der hiesigen Kindergartenpädagogik insgesamt.