Weinheimer Modell – Rucksack Grundschule
Im Weinheimer Modell werden Rucksack in der Grundschule
und Deutsch & PC als „Schwesterprojekte“ verstanden, die inhaltlich und
strukturell zusammen gehören.
Im Mittelpunkt unseres Handelns steht das Kind, für
dessen Lern- und Entwicklungswege wir einen fördernden Kontext gestalten
wollen. Ein fördernder Kontext für das Kind, das ist aus unserer Sicht
zuallererst das Miteinander von Elternhaus und Schule, die Fokussierung der
individuellen Stärken und Interessen der Kinder und eine Kultur, in der
individuelle Entwicklungsprozesse und Verschiedenheit Wertschätzung
erfahren. Davon ausgehend wollen Weinheimer Grundschulen zusammen mit der
Koordinierungsstelle Integration Central im Projekt Rucksack Grundschule
gleichermaßen an den Stärken der Eltern ansetzen. Sie sollen ermutigt und
befähigt werden, die Lern- und Bildungswege ihrer Kinder mit ihren eigenen
Kompetenzen zu unterstützen. Ein Hauptanliegen ist dabei die Unterstützung
der Integration von Kindern nichtdeutscher Sprache in der Grundschule.
Die Bausteine
Rucksack in der Grundschule basiert im Weinheimer Modell auf drei
Fundamenten:
Elternbildung und Ermutigung
- Migrantenmütter werden bei Integration Central zu
Mütterbegleiterinnen qualifiziert.
- Müttergruppen werden an den Grundschulen von den
Mütterbegleiterinnen in die Rucksack-Materialien eingeführt und
ermutigt und befähigt, Ihre Kinder zu Hause zu fördern. „Im
Rucksack“ transportieren sie dieses Wissen nach Hause zum Kind.
Zusammenarbeit von Elternhaus, Grundschule und Koordinierungsstelle
- Das System von Müttergruppen und Mütterbegleiterinnen
unterstützt die Kommunikation und Abstimmung von Eltern und
Lehrkräften.
- Die Themen und Materialien für die Müttergruppen sind im
Weinheimer Modell auf die Unterrichtsthemen abgestimmt. Die
Rucksack-Materialien, die im Auftrag der Freudenberg Stiftung von
der RAA Hauptstelle (Regionale Arbeitsstellen für ausländische
Kinder und Jugendliche in Essen) entwickelt wurden, werden in einem
kontinuierlichen gemeinsamen Prozess von Schule und
Koordinierungsstelle weiter entwickelt.
Lern- und Sprachförderung der Kinder im Unterricht
- Die Elternbildung ist im Weinheimer Modell eingebettet in das
Sprachförderprogramm Deutsch und PC
- Da die gleichen Inhalte und Themen die Kinder auf
unterschiedlichen Wegen - zu Hause, im Klassenunterricht, im
Unterricht Deutsch als Fremdsprache - und in unterschiedlichen
Sprachen erreichen, werden ihre Kenntnisse vertieft und mehrfach
gesichert.
Unsere Ziele
- Weiterentwicklung der Erziehungskompetenzen und Ermutigung von
Eltern
- Zunehmende Teilhabe der Eltern am Lern- und Entwicklungsprozess
ihrer Kinder
- Weiterentwicklung der Kooperation von Elternhaus und Grundschule
- Weiterentwicklung der Kompetenz der Eltern bei der Förderung ihrer
Kinder in der Muttersprache und in der Zweitsprache Deutsch
- Zunehmende Wertschätzung und Förderung der Mehrsprachigkeit bei den
Kindern
- Zunehmende alltagskommunikative und der fachsprachliche Kompetenz
der Kinder
- Ausbau des fächerübergreifenden Arbeitens in der Grundschule
(Projektarbeitsformen)